11.12.2016 10:00
TSG B.-H.
vs.
SG OL II
:

Verein

Die Geschichte des Handballs in Bretnig-Hauswalde

Im Jahre 1865 gründeten 45 Männer den Turnverein Bretnig (später TSG Bretnig-Hauswalde).

66 Jahre später, am 1.4.1931, stand man vor der Frage: Fußball oder Handball in Bretnig?
Die damals anwesenden Sportfreunde entschieden sich mit 10 Stimmen für Handball, 5 Stimmen für Fussball und 4 enthielten sich ihrer Stimme.

Der erste Schritt zur mittlerweile über 70jährigen Handballgeschichte in Bretnig-Hauswalde war getan.
Das erste Spiel fand am 24.5. des gleichen Jahres gegen Möhrsdorf statt. Überraschend konnte man dieses Spiel mit 7:0 gewinnen. Bald darauf wurde noch eine 2. und 3. Mannschaft ins Leben gerufen sowie 3 Knabenmannschaften aufgestellt. In der ersten Punktspielsaison erreichten die Bretniger einen beachtlichen 2. Platz in der sogenannten "2. Klasse".

Die Entwicklung des Handballs in Bretnig wurde dann aber durch den 2. Weltkrieg unterbrochen. Kurz nach dem Krieg konnte schon wieder regelmäßig trainiert werden.
In die Saison 1946/47 starten 2 Männermannschaften, eine Jugend -, eine Knabenmannschaft und erstmals auch eine Damenmannschaft. Leider konnte sich der Damenhandball bis heute nicht in Bretnig-Hauswalde etablieren.

Vorallem aber in der jüngsten Geschichte sorgte die erste Männermannschaft für Aufsehen. Nach einigen Jahren in der Westlausitzliga schaffte man in der Saison 1999/2000 mit dem 1. Platz den Aufstieg in die Ostsachsenklasse.

In der Saison 2000/2001 landete die TSG Bretnig-Hauswalde auf Anhieb auf dem 2. Platz. Eigentlich berechtigte nur der 1. Platz zum Aufstieg. Doch weil die 1. Mannschaft aus Rietschen aus der Verbandsliga abstieg, musste auch die 2. Mannschaft des SSV Stahl Rietschen die Ostsachsenliga neben der HSG Bautzen II verlassen. Dieser günstige Umstand machte den Weg frei für die TSG Bretnig-Hauswalde in die Ostsachsenliga.

Die Saison 2001/2002 verlief wieder unerwartet erfolgreich für die Handballer aus dem Rödertal. In der Ostsachsenliga erreichte man als Aufsteiger einen sensationellen 3. Tabellenplatz. Die Krönung dieser Spielzeit war aber das Erreichen des Finals im Ostsachsenpokal, welches man leider in einer über sechzig Minuten spannenden Partie nur knapp mit 23:24 gegen SSV Stahl Rietschen verlor.

In der Saison 2002/2003 wollte man dann den Aufstieg in die Verbandsliga in Angriff nehmen. Allerdings lies die TSG Bretnig-Hauswalde vor allem in den Spitzenspielen gegen HVH Kamenz II und NSV Gelb-Weiß Görlitz noch die nötige Reife vermissen. Am Ende konnte man abermals den 3. Tabellenplatz belegen. Noch dragischer verlief dagegen das Pokalfinale. Wie schon im Vorjahr musste man sich diesmal gegen HVH Kamenz II mit 23:24 geschlagen geben.

In der Saison 2003/2004 konnte die TSG Bretnig-Hauswalde den bis dato grössten Triumpf in der Vereinsgeschichte feiern. Zum dritten Mal in Folge stand die Mannschaft im Endspiel um den Ostsachsenpokal. Nur dieses Mal sicherte man sich in einer hoch spannenden Partie gegen den OSV Zittau mit 28:25 den Pokalsieg. In der Liga musste man sich wie schon im Vorjahr im Kampf um den Aufstieg mit 2 Punkten Rückstand dem NSV Gelb-Weiß Görlitz auf Platz 2 geschlagen geben. Einen Titel gab es für die Rödertaler dann aber doch noch. Sebastian Hartmann holte zum zweiten Mal in Folge mit 185 Toren die Torjägerkrone.

Die Saison 2004/2005 stand eher im Zeichen des Umbruchs. Die Mannschaft musste auf langjährige Leistungsträger wie Emanuel Gneuss (zu Koweg Görlitz) oder Thomas Köhler (Umzug nach Frankfurt) verzichten und im Gegenzug neue Spieler aus der A-Jugend einbauen. In folgedessen konnte man nur bedingt an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Im Pokal kam das Aus bereits in der 2. Runde und die Ostsachsenliga wurde auf dem 5. Tabellenplatz abgeschlossen. Zumindest sorgte Kapitän Sebastian Hartmann mit 200 Toren zum dritten Mal hintereinander dafür, dass ein Blau-Gelber die Torjägerkrone trägt. Außerdem beendete Trainer Peter Liebmann nach der Saison seine 7jährige, erfolgreiche (2 Aufstiege, Ostsachsenpokalsieg) Trainertätigkeit.

Die Spielzeit 2005/2006 stand unter dem Motto "Hinrunde Hui - Rückrunde Pfui". Bis zum 10. Spieltag wurde lediglich ein Punkt abgeben, in der Rückrunde waren es dagegen deren 13. Dies ließ erneut alle Chancen auf den Staffelsieg schwinden und am Ende der Saison kam die Mannschaft immerhin noch auf den 3. Tabellenplatz. Auch ein weiterer Titel wurde kurz vor der Ziellinie verpasst. In der mittlerweile vierten Finalteilnahme des Ostsachsenpokals unterlag man dem VfB 1999 Bischofswerda in heimischer Halle mit 25:30. Ob der Gewinn der Fair-Play-Wertung über den letztlich enttäuschenden Saisonausgang hinwegtrösten kann, ist sicher Ansichtssache.

Die Vereinsstruktur der TSG Bretnig-Hauswalde

Der Verein wurde 1865 als TV Bretnig gegründet. Heute zählt die TSG Bretnig-Hauswalde mit allen Abteilungen 463 Mitglieder.

Vorsitzender: Frank Schölzel
stellv. Vorsitzender: Andreas Zschiedrich
Kassenwart: Sigrun Wenzlaw

Schriftführer: Marina Wagner

Abteilung Gymnastik / Turnen
Abteilungsleiter: Steffen Raasch

Abteilung Handball
Abteilungsleiter: M. Zschiedrich
Siedlung 7
01877 Rammenau

Abteilung Kegeln
Abteilungsleiter: Rainer Große

Abteilung Extremsport
Heiko Schreiber

Allgemeine Sportgruppe